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Schimmelpilze

Schimmelpilze findet man auf Lebensmitteln, an Tapeten, in schlecht gereinigten Kühlschränken und in allen feuchten Ecken des Hauses. Aber auch im Freien kann man ihnen begegnen. Erde, Komposthaufen, verwitterndes Holz sind zum Beispiel bevorzugte Bereiche für Schimmelpilze wie Alternaria alternata.

Schimmelpilze bestehen aus einem Geflecht mikroskopisch kleiner Fäden und bilden zur Vermehrung Sporen aus. Ähnlich dem Pollenflug bei Pflanzen gibt es bei den Pilzen den Sporenflug. Die Sporen sowie Bruchstücke des Pilzgeflechtes gelangen über die Luft in unsere Atemwege. Dort setzen sie Substanzen frei, die beim Allergie-Patienten eine heftige allergische Reaktion auslösen.

Die Beschwerden, die durch Schimmelpilze ausgelöst werden können, sind so zahlreich wie die Pilze und ihre Verbreitung selbst. Sie reichen von Schnupfen, Husten, Niesanfällen und Nesselfieber bis hin zu Asthma und akuter Atemnot. Da viele Lebensmittel entweder von Schimmelpilzen befallen oder mit ihrer Hilfe hergestellt werden, kann es nach dem Verzehr solcher Nahrungsmittel zu Migräne, Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen kommen.

 

Praktische Tipps und Hinweise

  • Stellen Sie die Heizung während der Nacht oder bei Abwesenheit nicht aus. Ein Auskühlen der Wohnräume fördert die Bildung von Feuchtigkeit an den Wänden.
  • Lüften Sie kurz, aber intensiv! Öffnen Sie hierzu alle Fenster und Türen. Kurze Stoßlüftung führt die in den Wänden gespeicherte Wärme nicht ab und der Wärmeverlust ist somit gering.
    Dauerhaft gekippte Fenster ermöglichen den notwendigen Luftaustausch dagegen nicht.
  • Größere Feuchtigkeit aus Dusche und Bad sollte nach außen „weggelüftet" werden.
  • Vermeiden Sie die Benutzung von Belüftungs- und Klimaanlagen. Diese dienen den Schimmelpilzen häufig als Aufenthaltsort und unterstützen zudem die Verbreitung ihrer Sporen.
  • Achten Sie auf Schimmelpilznester hinter Schränken, Kacheln, Verkleidungen und Einbauten.
  • Möbel sollten einigen Abstand zu Außenwänden haben, damit die Luft zirkulieren kann.
  • Entfernen Sie Ihre Topfpflanzen. Einige Schimmelpilze fühlen sich in Blumenerde besonders wohl.
  • Entfernen Sie von Schimmelpilz befallene Gegenstände aus Ihrer Wohnung oder behandeln Sie die Flächen mit geeigneten Mitteln aus der Apotheke oder Drogerie.
  • Steckt in den Tapeten bereits der „Stockschwamm", so hilft nur der Einsatz von Fachleuten.
  • Überlassen Sie Gartenarbeiten wie Rasenmähen oder das Umsetzen des Komposthaufens anderen Personen. Abgestorbene Pflanzenteile und Kompost bilden einen guten Nährboden für die Schimmelpilze.
  • Geben Sie das Rauchen auf - die ständige Reizung Ihrer Atemwege erleichtert den Allergenen den Angriff auf die Schleimhäute.
  • Sofern Sie noch kein Haustier besitzen, sollten Sie auch zukünftig darauf verzichten, denn es besteht die Gefahr, dass Sie auch gegen Tierhaare eine Allergie entwickeln.
 

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Pollenflugvorschau

Ragweed im Osten und Süden, ansonsten keine Pollenbelastung mehr
Naßkaltes Wetter hat den Pollengehalt der Luft auf nahezu null gedrückt. Im Osten und Süden rechnen wir jedoch ab Dienstag der kommenden Woche neuerlich mit namhafter Belastung durch Ragweedpollen - die Saison ist noch nicht vorüber. In offenen Landschaften spielen Pilzsporen für Sensibilisierte weiterhin eine Rolle, wenngleich mit klar abnehmender Tendenz. Weiters sind noch geringe Mengen an Pollen von Zypressengewächsen (Thuja und co.), Gänsefuß, Ampfer und Wegerich in der Luft. Efeupollen und Pollen der Zeder sollten niemandem Probleme machen.

Nähere Informationen unter: www.pollenwarndienst.at